Für die Hater
UEFA Cup 2008/09: Ein großer internationale Erfolg und eine große Pleite sind in der Saison 2008/09 zu verorten und liegen nah beieinander. Zunächst ringt der VfL dem dominanten AC Mailand ein starkes 2:2 ab und zieht als Gruppensieger der Gruppe E in der letzten Auflage des UEFA Cups ins Sechzehntelfinale ein. Dort werden die Wölfe allerdings von Paris Saint-Germain „geschreddert“ und verlieren in der Addition beider Spiele mit 5:1.
Ausgerechnet Hannover 96: Schmerzhaft, weil in der Bundesliga und gegen den Lokalrivalen, ist die 0:4 Heim-Niederlage gegen den Erzrivalen Hannover 96 am 2. September 2012. Wolfsburg revanchiert sich am 1. März 2016 mit einem 4:0 in Hannover. Touché.
Gegen den FC Bayern: Die höchsten Niederlagen in der Bundesliga muss Wolfsburg gegen den FC Bayern München einstecken. 0:6 verliert der VfL sowohl daheim (2016/17) als auch auswärts (2018/19).
Noch schlimmer: Schlimmer schmerzt allerdings das 2:7 im Heimspiel gegen Werder Bremen am 19. September 1999, Claudio Pizarro trägt mit seinem ersten Hattrick zur höchsten VfL-Heimniederlage in der Bundesliga entscheidend bei.
Robert Lewandowski gegen den VfL Wolfsburg: Robert Lewandowski gelingen am 22. September 2015 fünf Tore und vier Weltrekorde gegen den VfL Wolfsburg. Er braucht als Einwechselspieler genau 8.59 Minuten, um die Führung des VfL in eine hohe Niederlage zu verwandeln. 1:5 heißt es am Ende aus Sicht der Niedersachsen. Lewandowski gelingen drei Treffer in 3:22 Minuten, vier in 5:42 und fünf in 8:59 - von der 51. bis zur 60. Minute. Nur einen Rekord stellt "Lewangoalski" an jenem Abend nicht ein: Dieter Müller gelingen im Jahr 1977 sechs Tore für den 1. FC Köln im Spiel gegen Werder Bremen (7:2).

Höchste Auswärtsniederlage: Die höchste Auswärtsniederlage für den VfL Wolfsburg setzt es übrigens in der damaligen 2. Bundesliga Nord in der Spielzeit 1976/77. Am 36. Spieltag verlieren mehr als „zahnlose“ Wölfe“ mit 0:9 gegen den SC Göttingen 05.
Überhaupt die Saison 1976/77. In dieser setzt es mit 11 Niederlagen in Folge in einer Saison, 27 Niederlagen in toto und 14 Spielen am Stück ohne Sieg weitere peinliche Negativrekorde.
Dauermittelmäßigkeit trotz VW-Millionen – das ist das Narrativ, das die Hater seit 2020 nur allzu gerne bedienen. Während andere Vereine mit einem Bruchteil des Wolfsburger Budgets Titel gewinnen oder Europa erobern, reicht es beim VfL bestenfalls für das gesicherte Mittelfeld. Die Champions-League-Saison 2021/22 endete mit einem sang- und klanglosen Gruppenaus.
Die Trainerbank wurde zum Drehkreuz: Glasner ging nach Frankfurt, Mark van Bommel hielt sich nur 13 Spiele, Florian Kohfeldt übernahm und rettete die Saison gerade so. Danach kamen Niko Kovac und Ralph Hasenhüttl – keiner konnte dem Verein ein erkennbares Profil geben.