Fun Facts
Julian Draxler: Julian Draxler ist mit 37 Millionen Euro der bis Ende Dezember 2019 teuerste Neuzugang des VfL Wolfsburg. Mit 45 Millionen Euro, die Wolfsburg von Paris Saint-Germain für ihn erhält, als er sich 2016 wegstreikt, machen die Wölfe immerhin Gewinn.
Teuerster Export: Kevin De Bruyne wechselt im Sommer 2015 von Wolfsburg zu Man. City für die damalige Bundesliga-Rekordsumme von 75 Millionen Euro.
Die Vereinsfarben: Bernward Elberskirch, Kreisjugendpfleger 1945, fallen auf der Suche nach Spielkleidung zehn Fußballtrikots in die Hände. Sie sind grün. Die Hosen werden von den Frauen der Spieler aus privat gespendeten Bettlaken genäht. Die Wolfsburger Vereinsfarben sind geboren. Als 1955 die Stadtflagge von Wolfsburg eingeführt wird, wählt man ebenfalls die Farben Grün und Weiß, was sie zu den offiziellen Wolfsburger Stadtfarben machen.
Kein „echtes“ Niedersachsen-Derby: Eintracht Braunschweig-Fans und Anhänger von Hannover 96 sehen nur im jeweils anderen einen ernstzunehmenden Derby-Gegner. Der mittlerweile stärkste Klub Niedersachsens kommt dafür nicht in Frage. Die Abneigung der Roten aus Hannover geht soweit, dass sie vor dem DFB-Pokalspiel 2018 gegen den VfL das Hashtag #keinderby ins Leben rufen, um die „Verachtung“ gegenüber ihren niedersächsischen Nachbarn auszudrücken.
Pele in Wolfsburg: Der brasilianische Fußballstar Pele kommt im Sommer 1961 nach Wolfsburg, um mit seinem Heimatclub FC Santos gegen den VfL zu spielen. Volkswagen leitet das Freundschaftsspiel in die Wege und lädt neben Pele auch andere Weltklassespieler wie Tite und Coutinho ein. Die Wölfe präsentieren sich gut und trotzen den Superstars mit 3:6. Günter Rüge und Gerhard Schrader treffen ins Netz, Pele steuert zwei Treffer bei.

Wölfi und die Schnappatmung: Das Maskottchen der Wolfsburger heißt Wölfi und löst bei einem kleinen VfL-Fan akute Schnappatmung aus. Nach einem Ohnmachtsanfall erholt sich der achtjährige Fan aber wieder und kommt schnell auf die Beine.
Elfmeter: Wolfsburg ist am ersten Elfmeterschießen in der Historie des DFB-Pokals beteiligt. Gegen den FC Schalke 04 erkämpfen sich die Wölfe am 23. Dezember 1970 zwei Unentschieden. Es greift die neue Elfer-Regel, und VfL-Keeper Dieter Grünsch pariert zwei Elfmeter souverän. Da aber nur Dieter Thun für die Wölfe verwandelt, steht es am Ende 4:2 für Gastgeber Schalke 04.
Die offizielle Hymne: Die offizielle Hymne der Wölfe lautet „Grün-Weiß VfL“, bekannter ist aber ein anderes Lied: Der in Fallersleben (heute Wolfsburg) geborene August Heinrich Hoffmann alias Hoffmann von Fallersleben schreibt 1841 „Das Lied der Deutschen“, welches wir heute als die deutsche Nationalhymne kennen. Im Stadion des VfL spielen sie noch immer gern das von Heino gesungene Niedersachsen-Lied.
Für immer Werksverein: Den Titel in der Hand und VW im Rücken. Ohne den Autobauer wären die Erfolge des Vereins nicht möglich gewesen – und das wissen auch die Gegner. Auf die Aussagen von VfL-Manager Klaus Allofs, der den Bayern im Saisonendspurt 2015 Wettbewerbsverzerrung vorwirft, reagiert Karl-Heinz Rummenigge „not amused“: „Ich würde dem VfL Wolfsburg dringend empfehlen, in Sachen Wettbewerbsverzerrung keine Aussagen mehr zu machen. Jeder in Deutschland weiß, wie sich Wolfsburg die Spieler Gustavo, De Bruyne und Schürrle leisten konnte.“
Quotenschreck: Der VfL ist auch nach über 20 Bundesligajahren eine graue TV-Maus. Bei den Zuschauerzahlen des Pay-TV-Senders Sky belegt er regelmäßig Abstiegsplätze. 2018/19 verfolgten im Schnitt 250.000 Menschen die VfL-Spiele, nur Augsburg (240.000) hat weniger.
Der beeindruckendste Fun Fact der letzten Jahre kommt aus der Frauen-Abteilung: Sieben deutsche Meisterschaften, sieben DFB-Pokalsiege und zwei Champions-League-Titel – die VfL-Frauen haben mehr internationale Trophäen als die Männer je hatten. In Wolfsburg ist Frauenfußball keine Nebensache, sondern seit Jahren die erfolgreichere Visitenkarte des Vereins.
