Kapitel 06

Personae Non Gratae

Diese Typen sind unbeliebt
3 Min. LesezeitAktualisiert: März 2026
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Felix Magath: „Der erfolglose Gottkaiser“ – Episode II. Nach einem Wechsel zum FC Schalke kehrt Felix Magath (oder sein Klon, bzw. sein missratener Zwilling) nach Wolfsburg zurück. Wer auch immer da kommt, er kann nicht an die Glanzleistungen von Felix dem Ersten (Episode I.) anschließen. Die „dunkle Seite der Macht“ hat den „Gottkaiser“ umfangen. Nach angeblichen Beschwerden von Profis wie u.a. Marcel Schäfer, wird Felix der Zweite im Oktober 2012 entlassen. Auch wenn die Spieler ihre Unschuld beteuern, bleibt ein fader Beigeschmack. Die Gunst der Fans hat Felix der Zweite nach dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte auf jeden Fall verloren. Felix Magath spaltet bis heute die VW-Stadt. Die einen „vergöttern“ den Meistertrainer immer noch, die anderen halten ihn für einen „fiesen Möpp“, der ob seiner Erfolge in seinen späten Jahren „aus der Spur geraten ist“.

Diego: „Der Untreue“. Der Mittelfeldspieler kommt 2010 für 15 Millionen Euro aus Turin nach Wolfsburg. Er steht 77-mal in Grün-Weiß auf dem Platz und erzielt 19 Tore. Am letzten Spieltag der Saison 2010/11 verlässt er ohne ein Wort das Mannschaftshotel der zu diesem Zeitpunkt einen Punkt vom Abstiegsplatz entfernten Wolfsburger, nachdem er dort bei der Mannschaftssitzung erfährt, nicht in der Startaufstellung zu sein. Es folgen Abmahnung und Geldstrafe, doch der Vertrauensschaden bei Trainer Felix Magath ist irreparabel. Die Ego-Nummer kostet dem Brasilianer seine Bundesligakarriere, da er von Magath nicht mehr berücksichtigt wird und kein anderer Verein Interesse anmeldet.

Stefan Effenberg: „Der Übergewichtige“. Am 2. April 2003 verlässt Stefan Effenberg den VfL Wolfsburg nach nur 19 Einsätzen. Und zwar genauso plötzlich, wie er gekommen ist. Der damals 34-Jährige ist beleidigt. Coach Jürgen Röber gewährt ihm keine Privilegien. Co-Trainer Bernd Storck findet ihn zu dick und moniert seine Fitness. 90 Kilo zeigt die Waage an. "Mit dem Gewicht habe ich mit Bayern die Champions League gewonnen. Aber Co-Trainer Storck sagte nur: Bis zur nächsten Woche hast du zwei Kilo abgenommen. Ich dachte, ich bin im falschen Film", empört sich „Cheffe“ Effe. Der Hamburger und der VfL Wolfsburg – eine Mesalliance par excellence. "Jürgen Röber sollte noch lernen, wie man sich gewissen Spielern gegenüber zu verhalten hat." Oder eben nicht!

Mark van Bommel übernahm den VfL Wolfsburg im Sommer 2021 als Glasner-Nachfolger – und scheiterte krachend. Nach nur 13 Spielen und einer sportlichen Talfahrt wurde der Niederländer im Oktober 2021 entlassen. Es war eine der kürzesten Amtszeiten eines Bundesliga-Trainers.

Bereits 2011 hatte der brasilianische Spielmacher Diego (Diego Ribas da Cunha) für Wirbel gesorgt. Nach seiner „Kabinenflucht" beim Spiel in Hoffenheim und dem anschließenden Zerwürfnis mit Trainer Felix Magath galt er intern als Persona non grata. Der Verein forcierte die Trennung.

Willi Reimann VfL Wolfsburg Bundesliga-Aufstieg 1997
Willi Reimann (rechts) führt Wolfsburg im Mai 1997 in die Bundesliga. Foto: Imago Images/Rust
Stefan Effenberg wird in Wolfsburg vorgestellt – doch es kla
Stefan Effenberg wird in Wolfsburg vorgestellt – doch es klappt nicht. Abschied im Jahr 2003 nach 19 Einsätzen. Foto: Imago Images/WEREK
Alle Kapitel: 01. Prolog 02. Good to Know 03. Für die Hater 04. Für die Lover 05. Schlüsselfiguren 06. Personae Non Gratae 07. Tragisch 08. OMG — Oh My God 09. Fun Facts 10. Special Moments 11. Weise Worte 12. Steckbrief [Annex]
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