Schlüsselfiguren
Roy „Chancentod“ Präger: „Das Urgestein“. Insgesamt steht Roy Präger, der den Spitznamen „Chancentod“ aus seiner Zeit bei Fortuna Köln durch zahlreiche, vergebene Torchancen mitbringt, bei 90 Bundesliga-Partien für den VfL Wolfsburg auf dem Rasen und steigt 1997 mit ihm in die Bundesliga auf. Nach vier Jahren im Wölfe-Trikot wechselt er zum Hamburger SV. Präger wird 1998 zu Niedersachsens Fußballer des Jahres gewählt, kehrt von 2002 bis 2004 als Profi zurück und bleibt dem VfL Wolfsburg danach als Teamkoordinator und anschließend im Marketing treu. Von Juli 2011 an ist er als Jugendleiter in der Wolfsburger Fußballschule tätig und streift sich bei Benefizspielen regelmäßig noch selbst das Trikot über.
Siegfried „Siggi“ Reich: „Der Gefährliche“. Als Mittelstürmer und zweimaliger Torschützenkönig (1992 und 1993) verbringt er von 1991 bis 1996 fünf Spielzeiten beim VfL Wolfsburg und erzielt insgesamt 89 Tore. Aus seiner Treffsicherheit resultiert 1992 der Aufstieg in die 2. Bundesliga, wofür ihm die Wölfe bis heute dankbar sind. Ebenso für sein Tor im Pokalhalbfinale 1995 in Köln, womit er den VfL ins Finale gegen Borussia Mönchengladbach nach Berlin schießt. Reich gehört bis zu seinem Karriereende 1996 zu den torgefährlichsten Stürmern der 2. Bundesliga und kickt noch zwei Jahrzehnte nach der Profikarriere regelmäßig in einer Hobbymannschaft.
Alexandra Popp: „Die Unschlagbare“. UEFA Cup, sechs DFB-Pokal-Siege, die Champions-League, fünf Deutsche Meistertitel, Olympisches Gold – Stand Dezember 2019. Was für die männliche Kollegen ein Traum bleibt, ist für Mittelstürmerin Alexandra Popp längst Realität. Sie gehört zu den erfolgreichsten Fußballerinnen der Welt, hoch dekoriert und hoch talentiert. Die Fußballerin der Jahre 2014 und 2016 bringt es bis zur Kapitänin der Nationalmannschaft und ist für Wolfsburg unersetzlich.

Willi Reimann: „Der Aufsteiger“. Willi Reimann trainiert den VfL Wolfsburg vom 23. Oktober 1995 bis zum 17. März 1998 und führt die Wölfe durch ihre ersten 26 Bundesligaspiele. Unsterblich macht er sich mit dem Aufstieg 1997 nach einem 5:4 im inoffiziellen Endspiel gegen Mainz am letzten Spieltag. Jürgen Klopp „was not amused“.
Marcel Schäfer: „Der Liebling“. Der ehemalige Kapitän und Fanliebling läuft von 2007 bis 2017 256-mal für die Grün-Weißen in der Bundesliga auf und hält – Stand Dezember 2019 - den Vereinsrekord. Er erlebt Triumphe und Niederlagen, Meistertitel und Abstiegsängste und bleibt den Wölfen auch nach der aktiven Karriere treu. So tritt Schäfer am 1. Juli 2018 den Posten des Sportdirektors an, was auch bei den Fans gut ankommt, ist der Bayer doch nach wie vor eines der beliebtesten Vereinsmitglieder.
Felix Magath: „Der erfolgreiche Gottkaiser“ – Episode I. 2007 kommt „der Quälix“ als Trainer, Manager und Geschäftsführer nach Wolfsburg. Er dreht das Personalkarussell und führt die Mannschaft über das Pokal-Halbfinale 2007/08 mit Souveränität zum überraschenden Deutschen Meistertitel 2009. Innerhalb von zwei Jahren tauscht Magath das Spielerpersonal fast komplett aus. Für rund 55 Millionen Euro verpflichtet er insgesamt mehr als 30 Spieler, unter anderem den Brasilianer Grafite und den Bosnier Edin Džeko. Wolfsburg liegt Felix dem Ersten, dem „Gottkaiser“ aus Aschaffenburg, der den VfL Wolfsburg bis zum Jahr 2010 trainiert, zu Füßen. Bis heute. Episode I.
Oliver Glasner wurde zwischen 2020 und 2021 zur prägendsten Figur des modernen VfL Wolfsburg. Unter dem Österreicher spielte die Mannschaft den attraktivsten Fußball seit der Meistersaison und qualifizierte sich für die Champions League. Sein Abgang nach Frankfurt im Sommer 2021 hinterließ eine Lücke, die bis heute nicht geschlossen wurde.
Wout Weghorst war der Torgarant der Glasner-Ära – 20 Ligatreffer in einer Saison machten ihn zum begehrtesten Stürmer der Liga, bevor er im Januar 2022 zu Burnley wechselte. Maxence Lacroix galt als Entdeckung der Saison 2020/21 und wechselte später zu Crystal Palace.

